Print ist tot - oder? Ein Statement für Papier.

Die regelmäßige Bezugnahme unserer Kunden und Partner auf diese vermeintlich allgemein anerkannte Tatsache ist die ausschlaggebende Initialzündung für eine kleine Stellungnahme. Es sei ganz klar vorweg geschickt: nein, Print ist nicht tot. Fakt ist allerdings: Print muss sich verändern. Warum und in welche Richtung wollen wir einmal kurz und keinesfalls allumfassend, jedoch darum nicht weniger relevant zusammentragen. Der Status Quo: durch den Einzug digitaler Medien in unseren Alltag werden die Einsatzbereiche für Printprodukte dezimiert. Dennoch verschwindet die Kommunikation via Papier und Druckerschwärze nicht, sie verlagert sich vielmehr. Es gibt diejenigen, die ihre Zeitung bereits jetzt unverzichtbar auf dem iPad lesen möchten, diejenigen, die Bücher nicht mehr lesen sondern hören - oder, wenn schon lesen, dann auch dies auf Apples Tablet... es gibt aber ebenso immer noch diejenigen, die, gerade WEIL alles digital, schnell und eben auch nur einen Klick vom (ebenfalls digitalen) Papierkorb entfernt ist, Dinge gerne verbindlich möchten. In dreidimensional. Zum Anfassen. Real. Das bedeutet mitnichten, dass alles digitale weniger verbindlich wäre. Es bedeutet einfach eine parallele Existenz zweier Medien, die lernen sollten, aufeinander auf zu bauen, miteinander zu interagieren und es dem Konsumenten offen lassen, ob er seine Zeitschrift mit klammen Fingern am Baggersee geniessen möchte oder auf dem iPad (was sich nicht gut macht in der Sonne und in der Nähe von Wassermelone essenden Kindern oder wahlweise dem Grill). Der Nachrichtenstrom, den sich jeder auf verschiedenen Wegen individuell und schnell verfügbar zusammenstellen kann, entweder via Facebook, RSS oder ähnlichen Tools rauscht jeden Tag an uns vorbei und es wird sicher nicht leichter werden, Aufmerksamkeit zu generieren im ewigen murmelnden Strom von Informationen. Eine Visitenkarte, die Broschüre, eine aufwändig gestaltetes Druckstück - das bleibt. Es strahlt Wertigkeit aus, Konstanz und Verlässlichkeit. Vielleicht werden wir eines Tages völlig papierlos agieren und unsere Informationen, unser Entertainment ausschließlich über portable Head-up Displays, Retina-Projektionen und Datenströme erhalten... heute jedenfalls ergänzen sich Web und Print, digital und analog bestenfalls nahtlos und ergeben zusammen die für heute passende Mischung aus Be- und Entschleunigung, digitalen und analogen Effekten. Mailings, Postkarten (unter anderem um QR-Codes zu transportieren), Broschüren und Magazine sind nach wie vor ein fester Bestandteil der Geschäftsausstattungen und wir plädieren nach wie vor für deren Einsatz - unter anderem, um Traffic auf den Webseiten zu generieren ;)