Farbe oder keine Farbe?

Wir tragen sie im Namen, wir arbeiten in ihrer eigenen Branche, wir lieben ihr schwarzes Pendant und natürlich sie selbst: Die Farbe Weiß gehört zu WHITEVISION wie die Sprechstunde zur Praxis. Aber warum? Und ist Weiß nun ein Farbe oder keine? Zumindest Letzteres ist keine Frage, sondern wissenschaftlich belegt und längst beantwortet.


Die unbunte Summe aller Farben


Das ist Weiß, vereinfacht dargestellt. Weil wir es aber gewohnt sind, auch komplexe und komplizierte Dinge zu begreifen und verständlich darzustellen, tauchen wir ein wenig tiefer ein. Kommen Sie mit in den Farbtopf und die Welt der Wellenlängen?


Weiß wird als unbunt und „Nichtfarbe“ beschrieben. Warum hat sich dann ausgerechnet ein Künstler ihrer angenommen? Robert Ryman, 1930 geborener US-amerikanischer Maler, stellt sich die Frage nach dem Umgang mit Farbe. Was zeichnet ein Bild aus, wo beginnt, wo endet es? Sehen Sie sich exemplarisch ein paar Bilder von ihm an. Hatten Sie Langweiliges erwartet? Und doch gleicht kein Werk dem anderen auf den Pinselstrich; alles wirkt unterschiedlich, fasziniert mit Linien, Strukturen, Überschneidungen. Rymans Anliegen ist die Vielfalt statt der Reduktion – deshalb hat er nicht etwa immer mehr Farben weggelassen, um schließlich bei Weiß zu landen, sondern setzt von Anfang an auf die Summe der Komplementärfarben. Denn genau das ist Weiß, wissenschaftlich betrachtet: die hellste aller Farben, keine Spektralfarbe, sondern die Mischung aller Einzelfarben bzw. die Summe aller Wellenlängen im sichtbaren Bereich. Deshalb wird beispielsweise Rot auch zu Rosa, also immer heller, je mehr Weiß hinzugemischt wird.


Das Auge ist schuld


Weiß ist genau genommen ein Farbeindruck, der dann entsteht, wenn alle farbsensitiven Sinneszellen im menschlichen Auge in gleicher Intensität aktiviert werden. Keine andere Farbe überlagert, alle zusammen ergeben das reine Weiß. Ähnlich funktioniert das auch am Computerbildschirm oder TV-Gerät: Rot, Grün und Blau werden additiv zu gleichen Teilen gemischt.


Und womit verbinden wir Weiß in unserem Kulturkreis? Hochzeit und Unschuld, Reinheit und Hygiene, Ordnung, Leichtigkeit, Sicherheit und Eleganz. In China ist Weiß das Symbol für das Alter und den Herbst; die weiße Flagge steht für ein Friedensangebot. Etymologisch betrachtet stammt „weiß“ aus dem Mittel- bzw. Althochdeutschen, hat indogermanische Wurzeln und bedeutet „hell, leuchten, glänzen“.


Glänzend umgehen mit Farben, Formen, Licht und allen Möglichkeiten der Gestaltung wollen wir bei unseren Projekten auch. Spezialisiert auf die „weiße Branche“, also den Gesundheitsmarkt mit all seinen Ärzten und Praxen, Kliniken, Apotheken und mehr, öffnen wir Horizonte, wagen auch mal Farbe (die bunte Variante) oder Schwarz und wollen mit unserem Namen vermitteln: Wir sehen unendliche Möglichkeiten, nutzen das Potenzial und finden schließlich den richten Weg für jeden unserer Kunden. Noch einmal zu Ryman: Er sieht Weiß nicht metaphorisch als „zweite Ebene“ oder gar als Verweigerung von Farbe. Für ihn ist es schlicht – farbig. Vielfältig. Finden wir auch.