Stolperfalle Bildlizenzen

Bis in die Mitte der 2000er Jahre hinein ließen sich Online-Bilddatenbanken, wie Photocase oder Fotolia einfach als Bilderpool nutzen. Mittlerweile haben sich die Nutzungsbedingungen verschärft. Bildrechte müssen sorgfältig verwaltet werden, wenn man vor Abmahnungen verschont bleiben will.

Online-Bilddatenbanken sind nach wie vor eine gute Sache. Die kommerziellen Plattformen beinhalten Millionen von Bildern, die von Hunderttausenden von Fotografen aufgenommen wurden. Sie bieten ihren Kunden eine große Auswahl an technisch hochwertigen Bildern zu beliebigen Themen. Die Bilder können mit wenigen Klicks ausgewählt, in hoher Auflösung heruntergeladen und für die Gestaltung von Patientenbroschüren und Webseiten verwendet werden. Die Bezahlung erfolgt online über Kreditkarte oder Bezahlsysteme wie PayPal.

Grundsätzlich erwirbt ein Käufer bei jedem Kauf das Nutzungsrecht an den Bildern. Das Urheberrecht und damit das geistige Eigentum bleiben immer beim Fotografen. In der Praxis hieß das bis vor kurzem: Die Designagentur kauft das Nutzungsrecht an den Bildern und verkauft es in Verbindung mit dem fertigen Designprodukt an seinen Kunden weiter. Wird das Bild wieder verwendet, erwirbt sie das Nutzungsrecht noch einmal.

Den neuen Regelungen zufolge müssen die Nutzungsrechte für jede Anwendung zweimal gekauft werden: einmal für die gestalterische Arbeit in der Agentur und ein zweites Mal für die Verwendung beim Kunden. Damit wird die Handhabung der Bildrechte komplizierter. Ein ausgefeiltes Rechtemanagement ist notwendig, um nicht gegen die Nutzungsbedingungen der Bilddatenbanken zu verstoßen. Hinzu kommt, dass Stockfotos nicht für Social Media wie Facebook und Google+ verwendet werden dürfen. Denn laut Allgemeiner Geschäftsbedingungen dieser Plattformen werden alle Bilder und Inhalte im Moment des Hochladens bzw. Postens zum Eigentum von Facebook & Co.

WHITEVISION gibt seinen Kunden auch in diesem Punkt bestmögliche Rechtssicherheit. Alternativ empfehlen wir schon immer, von einem Profi-Fotografen Bilder machen zu lassen. Ein eigenes Shooting ist immer die bessere Wahl. Denn obwohl auch hier das Urheberrecht beim Fotografen bleibt, kann man die Nutzungsrechte für alle aktuellen und zukünftigen Anwendungen gleich mitkaufen und damit die Lizenz-Problematik umgehen. Die Bilder können so oft verwendet werden, wie man möchte und auch der Gestaltung sind keine urheberrechtlichen Grenzen gesetzt.