Imagebildung für Pflegeberufe

Das IPP Bremen – das Institut für Public Health und Pflegeforschung – hat bereits 2010 eine Studie zu der Frage veröffentlicht, wie schwer sich die unterschiedlichen Pflegeberufe dabei tun, ihr Profil in der Öffentlichkeit und in den Medien so erfolgreich zu schärfen, dass ein Gegendruck zur immer dringlicher werdenden Nachwuchsproblematik gefunden werden kann. Die Studie leitet aus der Feststellung, dass Pflegeberufe leider immer noch ein negatives Image besitzen, die Notwendigkeit ab, andere Aspekte des Berufsfeldes hervorzuheben als bisher. Vor allem das geringe Interesse männlicher Schulabgänger könne man vielleicht durch die stärkere Betonung der medizintechnischen Aspekte des Berufes etwas entgegenhalten.

Die Inhaberin der Agentur WHITEVISION Rabea Hahn hat in der letzten Woche bei einer Veranstaltung in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikums Pforzheims sich mit diesen Herausforderungen aus der Sicht von Pflegeschulen befasst: In ihrem Vortrag stellte sie relevante Strategien vor, wie Ausbilder durch gezielte Web- und Social-Media-Maßnahmen das gesellschaftlich so unverzichtbare Berufsfeld Pflege in der Öffentlichkeit besser profilieren können.

Azubis nehmen nur dann auch die starken Argumente für die Ergreifung eines Pflegeberufs wie die auf Dauer ungefährdeten Einkommens- und Aufstiegschancen, den starken Schwerpunkt auf Teamarbeit und eine sinnträchtige Tätigkeit besser wahr, wenn dies durch eine entsprechende visuelle Gestaltung auch nach außen vor allem über verschiedene Internetkanäle kommuniziert wird. Denn diese sind schließlich das Hauptinformationsmedium für Schulabgänger, die sich über ihre zukünftige Berufsausbildung informieren möchten. Wie Ausbildungsinstitutionen diese besser erreichen können, hat Rabea Hahn in ihrem Vortrag ausführlich vorgestellt.

Die genannte Studie ist beim IPP Bremen direkt downloadbar: IPP Schriften 05.